Die
Europäische Zentralbank hält den Leitzins auf einem Rekordtief. Die Zinsen innerhalb der Euro-Zone sind auf einem historischen tief. Der Leitzins, mit welchem die EZB Kredite an Banken vergibt, bleibt bei einem Prozent. Dadurch soll die Wirtschaft weiterhin mit billigem Geld abgesichert werden. Der Rat der Europäischen Zentralbank beschloss, dass der Leitzins im Euro-Raum weiterhin auf seinem Rekordtief von nur einem Prozent bleibt. Bereits Ende 2011 wurde die Zinsen durch die Europäische Zentralbank in zwei Schritten gesenkt. Viele Volkswirte rechneten jetzt damit, dass die
EZB durch ihre Zinssenkungspolitik eine Pause machen würde. Doch nach Meinung einiger Experten könnte der Zins schon im Frühjahr unter die Grenze von einem Prozent fallen. Es wäre dann, seit Bestehen der Europäischen Zentralbank, der niedrigste Satz überhaupt.
Leitzins für bessere Geldversorgung

Die
Höhe des Leitzinses ist ausschlaggebend, in welcher Höhe sich Geschäftsbanken benötigtes Kapital bei der Europäischen Zentralbank leihen können. Ein niedriger Zins verbilligt daher tendenziell auch Unternehmenskredite und Kredite an Verbraucher, was zu einem Anstieg des Wachstums führen kann. Die EZB hat neben dem Zinssatz aber auch noch weitere Möglichkeiten um die Versorgung der Wirtschaft mit Geld zu verbessern. Schon längst beschlossen wurde, dass die Europäische Zentralbank den Geschäftsbanken Ende Februar ein zweites Mal anbietet, sich billiges Geld für eine außergewöhnliche Laufzeit von drei Jahren zu leihen.
Anleihemärkte und Kursgewinne
Schon
Mitte Dezember 2011 hatte die Notenbank so knapp 500 Milliarden Euro an die Geldinstitute innerhalb der Euro-Zone ausgegeben. Hierdurch soll das Geschäft der Kreditinstitute untereinander wiederbelebt und dadurch auch eine Kreditklemme verhindert werden. Diese Maßnahme beschert den Börse wieder deutliche Kursgewinne und beruhigt zugleich auch die Anleihenmärkte. Noch vor kurzem hat es Spekulationen gegeben, durch die Beteiligung der Europäischen Zentralbank am griechischen Schuldenschnitt, ein Milliardenloch zu stopfen. Doch bislang kommentierte die Notenbank dies nicht. Aber die Volkswirte halten es dennoch für denkbar, dass die Europäische Zentralbank ihre griechischen Anleihen im Gesamtwert von etwa 55 Milliarden Euro, ohne Verlust oder Gewinn an den EFSF Rettungsfonds übertragen. Die EZB hat die griechischen Staatsanleihen mit einem geschätzten Abschlag von etwa 25 Prozent gekauft. So wäre die Notenbank jetzt außen vor und laufe nicht Gefahr, gegen das Verbot zu verstoßen, welches die Staatsfinanzierung mit Notenpresse vorsieht.